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Letzte Bearbeitung: 12
.08.2017

Geschichte und Häuser und deren Menschen in Hammer
Haus Nr.14 früher
Dedenbornerstrasse 15 heute

Hausname: Kirche
Hausalter
: > 1862
Hauserbauer: ?

Das Haus liegt an der nördlichen Seite der Dedenbornerstrasse neben Haus 15, dem früheren Schulhaus.

1905

Haus 14. Kirche in Hammer. Postkarte Gaststätte Dederichs vor 1905, da Haus 15 noch fehlt. Abgestempelt 1905. Archiv Walter Steffen.


1929

Haus 14. Dazwischen die Sakristei. Rechts Pastorat Haus 13. 1929. Archiv Roland Kawaleck.


1941

Haus 13. Pastorat. 1941. Grosser Ausschnitt aus einer Postkarte von 1941.


1941

Haus 13. Pastorat. 1941. Ausschnitt aus Foto von oben.


1941



1962

Haus 13. 1962 im Winter. Pastoratsgebäude. Archiv B.T.


1965

Hammer-Übersicht. Haus 14 in 1965. Ausschnitt aus Postkarte.


1965


Ausschnitt aus Hammer-Übersicht in 1965. Größerer Ausschnitt aus Postkarte.

888
  Erstmals 888 erwähnt, war Konzen Jahrhunderte hindurch Sitz der kirchlichen Verwaltung: Mutterpfarre
Der Ort Konzen, 7 km im N von Hammer. Es ist die älteste Siedlung des Monschauer Landes. Er war einer der 43 fränkischen Königshöfe vermutlich schon von von "Karl dem Großen (um 800)" und damit politischer, wirtschaftlicher und kirchlicher Mittelpunkt. Erstmals 888 erwähnt, war Konzen Jahrhunderte hindurch Sitz der Verwaltung. Von hier aus ging auch die weitere Besiedlung des Umlandes durch Rodung der Wälder.
Falls in dieser Zeit in Hammer schon Menschen in Häusern gelebt haben sollten, wären diese vor und um 888 bis 1300 nach Konzen gegangen.

1300 ca. Trennung des Kirchenbezirks Simmerath von der Mutterpfarrei in Konzen
Falls in dieser Zeit in Hammer schon Menschen in Häusern gelebt haben sollten, wären diese vor 1300 nach Konzen und nach 1300 sicher in Simmerath zur Kirche gegangen.

1346  Erstmalige Erwähnung der Kirchengemeinde Simmerath neben der Mutterkirche in Konzen.

1463  Erstmalige Erwähung des Hammerwerkes in einer Urkunde.
Es ist davon auzugehen, dass ab hier Menschen in Hammer gewohnt haben und in die Kirche gingen.

1637  Erste Daten von den Kirchen hier in der Eifel aus Kirchenbüchern
Erst ab hier gibt es erste Daten von den Kirchen hier in der Eifel aus Kirchenbüchern (Info von Maria Heiler in 2005).
Die Kirchen waren das geistige Zentrum der Gemeinden. Ihre Bedeutung war auch deswegen wichtig, weil dort jede Person hin mußte, um Geburts -, Heirats- und Sterbeurkunden aufzugeben. Alles wurde in Kirchenbüchern vermerkt. Die ersten Daten überhaupt ab 1502 findet man in Steuerlisten im Düsseldorfer Staatsarchiv.

1502
  Erste Infos über Bewohner aus Steuerlisten im Düsseldorfer Staatsarchiv
Ab 1502 liegen Steuerlisten im Düsseldorfer Staatsarchiv . Dieses sind wohl die ältesten Listen, aus denen man Informationen über zahlende Menschen dieser Gegend mit deren Namen entnehmen kann.

1522-1559  Mutterpfarre Konzen wurde in eine zweite Mutterpfarre Simmerath geteilt
Aufgrund der größer werdenden Anzahl von Mitgliedern wird die Mutterpfarre Konzen in eine zweite Mutterpfarre Simmerath geteilt . Beide Pfarren waren damals noch sehr gross.
Zur Mutterpfarre Simmerath gehörten nun: Bickerath. Dedenborn. Huppenbroich. Kesternich. Kommerscheid. Lammersdorf. Mulartshütte. Paustenbach. Pleushütte. Rollesbroich. Rurberg. Steckenborn. Vossenack. Witzerath. Woffelsbach. Zweifall .

Da die Wege zur Mutterpfarre von diesen Ortschaften oft sehr weit waren, wollten diese nun alle kleine Kapellen oder Kirchen für die heilige Messe haben. Nachdem die Erzdioziöse Köln, der Aachener Marienstift, der Landesherr und der Pfarrer der Mutterkirche jeweils zugestimmt hatten, war das meistens möglich. Jedoch waren daran Auflagen des Bezahlens gebunden. Und Taufen, Trauungen und Beerdigungen durften nur in der Mutterkirche durchgeführt werden.

Anmerkung von B.T.: Eicherscheid und Hammer werden hier nicht erwähnt. B.T. ist nicht bekannt, woher der obere Originaltext stammt. Vielleicht hat man diesen nicht vollständig zitiert.


1645 Hammer als Reihendorf auf der mittleren Terrasse
Hammer wurde wegen des Hochwassers der Rur auf der mittleren Terrasse als Reihendorf angelegt.

1650 Erste Kapelle in Hammer
Eine mit groben Steinen gebaute Kapelle wurde in Hammer, heute Hammerwerk Nr. 21a an der Rurseite gebaut.
Es gibt eine Skizze von Erich Charlier (Pfarre Eicherscheid: 1685 - 1985. 1985. S. 122). Siehe 1831 - 1873. Bau des Hammerwerkes (info von Kurt Förster aus Eicherscheid).
Die ursprüngliche Kapelle von 1650 (s. dort) diente 1?81-1873 als Schule. Das Haus wurde nach seinem Dienst als Feuerwehrgerätehaus / Spritzenhaus ca. 1965 abgerissen. Es stand genau gegenüber Haus 22 (heute Marco Gillessen). Quasi an der Strasse auf dem Grundstück von heute Marliese und Leo Stollenwerk.


1685-1686 Eine erste Kapelle in Eicherscheid
Ab ca. 888 gab es eine Mutterkirche nur in Konzen, wohin auch die Eicherscheider und Hammerer (?) gingen. Mitte 1650 soll es eine erste Kapelle in Eicherscheid gegeben haben. Ab 02.09.1685 gab es eine erste eingeweihte Kirche in Eicherscheid wohin auch die Hammerer kamen. Am 02.03.1698 wurde Eicherscheid zur Pfarre erhoben, wozu auch Hammer gehört. Die völlige Abtrennung von Conzen erfolgte 24.11.1713. Ab 1714 wurde die Eicherscheider Pfarrkirche dem Kloster Reichenstein inkorporiert. Bis die französische Revolution 1794 hier ankam, wurden von dort immer die Pfarrer gestellt. Die Kirche wurde 1932/33 abgebrochen und anschliessend wieder aufgebaut.

02.03.1698 Eicherscheid wurde zur Pfarre erhoben, wozu auch Hammer gehört.

1713 Abtrennung der Pfarre Eicherscheid mit Hammer von Konzen
Endgültige, rechtskräftige Abtrennung der Pfarre Eicherscheid mit Hammer von der Mutterkirche in Konzen.

1732
 Simmerath hat eine Kirche mit 8 Kapellen (S.131).

1831 - 1873
Die ursprüngliche Kapelle von 1650 (s. dort) diente 1831-1873 als Schule. Das Haus wurde nach seinem Dienst als Feuerwehrgerätehaus / Spritzenhaus ca. 1965 abgerissen.

1862 Kauf des Kirchengrundstückes
Paul Dederichs. Ackerer
+ Gastwirt von Gaststätte Dederichs in Haus 17.
Sohn von ?? und ?? ? Dederichs
Geb. ??.??. 18??. in ?? Gest. ??.??:19?? in ??.
Verh. mit ?
Wohnte 1906 in Haus 17 (oder 18 ?).
1862 verkaufte er das Grundstück, auf dem jetzt die Kirche steht, für den Kirchenbau an den Kapellenverein.

1862 / 63 Kirchenbau
Kirchenbau (auch Rektoratskirche genannt). Sie wurde dem heiligen Apostel Bartholomäus in Hammer geweiht.
Mit Genehmigung der Regierung zu Aachen bauten die Bewohner aus eigenen Mitteln 1862 / 63 eine Kapelle (Auszug aus dem Handbuch des Bistums Aachen, 1994).
Der Kapellenverein erwarb das Grundstück 1862 von Paul Dederichs aus Hammer.

vor 1873  Schulsaal ist auch in dem neuerbauten Vicariehause neben der Schule
Der Schulsaal ist seit einiger Zeit in dem neuerbauten Vicariehause neben der Schule. Hier wohnten auch die Hammer-Pfarrer teilweise. Pfarrer Seithümer und Bürgermeister Philippy (von Eicherscheid ?) brachten es durch vereintes Bemühen dahin, dass die königliche Regierung erlaubte, dem im Hammer anzustellenden Vicar auch die dortige Schule zu übertragen. Am 17.06.1873 ernannte die Erzbischöfliche Behörde den Herrn Heinrich Joseph Müller aus Fischeln / Krefeld zum Schulrektor für Hammer und zahlte 120 Thaler. Am 20.09.1873 wurde ihm jedoch vom Herrn Landrath die Mitheilung gemacht, dass nach dem Gesetze vom 11.05.1873 die Übertragung der Vicariestelle zu Hammer als nicht geschehen gelte. Mit dem 01.10.1873 endete seine Stelle.
Der in Hammer wohnende Schulamtsaspirant Joh. Michael Carl führte den Unterricht vom 01.10.1873-31.12.1873 fort. Der Schulsaal ist seit einiger Zeit in dem neuerbauten Vicariehause. Aspirant Esser aus Marmagen wurde hierauf designiert.

1879 Eingemeisselte Zahl über der Kircheneingangstür
Über der Kircheneingangstür ist in dem oberen Schlusstein die Zahl 1879 eingemeisselt. Das zeigt normalerweise didas Jahr des Kirchenbaues an. Die obere Zahl 1862-63 stammt aus dem Bistum von 1994.
Man darf ja nicht vergessen, dass es damals keine Kräne und großen Bagger gab. Und die Kirche in Hammer aufgrund von Eigenleistungen der Hammerer gebaut wurde.

22.11.1865  Pfarrer Jansen schenkt der Kirche in Hammer zwei Glocken
Pfarrer Jansen schenkt der Kirche in Hammer zwei Glocken und segnet sie ein. Die eine befand sich seither in der Schule. Die andere war neu.
Quelle: Kirchenvorstandsprotokollbuch Eicherscheid vom 26.12.1839-16.06.1875. S.24

1905
Das Schulgebäude neben der Kirche in Hammer wurde fertig .


1917

Haus 14. Der Dorfschulplatz mit der Kirche daneben. Im Vordergrund die Familie Theodor Stoltzen.


01.10.1920  Pfarre Hammer St. Bartholomäus: Abtrennung von Eicherscheid.
Pfarre Hammer St. Bartholomäus: Im Mai 1920 erhielt Hammer eine selbständige Vermögensverwaltung; eine Abtrennung von Eicherscheid. Von 1924 an feierten an den Sonntagen Benediktiner aus der Abtei St. Benedictusberg in Vaals, Niederlande, den Gottesdienst mit der Pfarrgemeinde. 1932 erhielt Hammer einen eigenen Seelsorger. Kirchenbücher von 1920 an.

1920
Erster eigener Friedhof.
1920 bekommt Hammer auch seinen ersten, kircheneigenen Friedhof. Die ersten Menschen in Hammer wurden ab 1920 dort beerdigt. Der erste Mensch dort war das Kind von Berta Arnolds (Auszug aus dem Handbuch des Bistums Aachen, 1994).
Gerhard Röder soll auch als einer der ersten auf dem eigenen Hammer-Friedhof seit 1920 beerdigt worden sein.

1920 Dohmen (Rektor)
1923 Unverfehrt (Pfarrer)


1927  "Weiße Kreuz" wird aufgestellt
Das "Weiße Kreuz" oberhalb von Hammer an der Strasse nach Eicherscheid wurde vom Theaterverein Eicherscheid aufgestellt. Es ist ein großes Kreuz aus Eichenbalken, welches weithin im Rurtal sichtbar ist. Der Zweck ist christlich.

1932 - 2011 Hammer St. Bartholomäus: Hammer erhielt einen eigenen Seelsorger:
Pfarrvikare: Wilhelm Brathe (1932 - 1933), Leo Goor (Rektor, 1933 - 1939), Gottfried Joppen (Rektor, 1939 - 1946), Heinrich Schoenen (Rektor, 1946 - 1947), Paul Koß (Rektor, 1947 - 1958), Josef Engels (aus Dedenborn, 1958 - 1960), Wilhelm Steven (aus Eicherscheid, 1960 - 1965), Matthias Schmitz (1965 - 1968), Ricbartsch (1969), Hermann Frey (1971 - 1976), Anton Moritz (1977 - 1978), Johannes Henn (1979 - 1981), Heribert Lennartz (seit 1981 - 1995), Ernst Schneider (1995 - 200?), Michael Stoffels (ab 200?)
(Quelle: Auszug aus dem Handbuch des Bistums Aachen, 1994)



1944 >

Haus 14. Vor 1944. Foto Walter Scheibler. Archiv Kreis Aachen.



1944 / 1945  Kirche und Pastorat wurden im Krieg beschädigt.
Kirche und Haus wurden im Krieg beschädigt. In der Kirche waren im Krieg wohl Pferde. Freiwillige säuberten die Kirche von Stroh und Mist und ersetzten die kaputten Fenster.

Das Pastoratshaus war schwer beschädigt und wurde nicht mehr aufgebaut, sondern abgerissen. Genaues Jahr unbekannt. Laut Maria Tollhausen nach 1959.

1952

1952. Haus 15 links, die Schule. Rechts dahinter Haus 14, die Kirche. Davor ein Pferdegespann mit Mistschlitten. Der Mann ist der Vater von "Lina" Schütt, geb. Arnolds, Hubert Arnolds.

Federstrichzeichnung von Erich Charlier, der zu dieser Zeit Hauptlehrer in dieser Schule war. Das Original ist in 2010 bei E. Charlier.


1980 ca

Haus 14. Die Hammer-Kirche in altem historischem Glanz. Mit LIste der Messdiener 1945-?.
Wann dieser alte Altar ersetzt wurde ist unklar (> 1952). Der alte Altar soll verbrannt worden sein. Archiv Walter Steffen.





1982

Kirche und alte Schule. Federzeichnung in 1982 von Walter Steffen (C).


1982

Kirche entlang der Dedenborner Strasse. Federzeichnung in 1982 von Walter Steffen (C).


03.05.2007 Diakon Friedhelm Grewe stirbt unerwartet. Als Diakon im Zivilberuf hat er seit 1996 in den kath. Pfarrgemeinden St. Lucia Eicherscheid und St. Bartholomäus Hammer gearbeitet.

Feh 01.11.2010l: Fotos der Pastoren. WER hat welche ?

P.S. In einem Monschauer Jahrbuch ist die Geschichte der Kirche in manchen Details noch genauer beschrieben. Das muss B.T. noch ausarbeiten. 18.10.2010

Für Korrekturen, Ergänzungen und Hinweise bin ich sehr dankbar.

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