Willkommen ! Welcome !

Du bist auf der Seite:
http://www.hammer-eifel.de/Einruhr/Einruhr.htm
Letzte Bearbeitung durch Bernd Tesch.: 13.07.2017

Einruhr (= Einruhr (Niclaesbrück, St. Niclais brüggen, Einroer, Einrur):  http://www.hammer-eifel.de/Einruhr/Einruhr.htm
Einruhr (= Alle Haeuser 01-73): http://www.hammer-eifel.de/Einruhr-Online-Haeuser-01-73/Einruhr-Haeuser-Alle-01-73.html

Pleushütte (= Pleushammer, = Hammer der Hugenotten "Pleus"):  http://www.hammer-eifel.de/Pleushuette/Pleushuette-neu.html
Pleushütte (= Alle Haeuser 01-13): http://www.hammer-eifel.de/Pleushuette-Haeuser-01-13/Pleushuette-Haeuser-Alle-01-15.html


Jägersweiler ( ca 2km vom Ausgang Einruhr nördlich in Richtung Rurberg):
http://www.hammer-eifel.de/Jaegersweiler/Jaegersweiler.htm
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. Beitrag hier eingestellt: 10.2015.




Einruhr (Niclaesbrück, St. Niclais brüggen, Einroer, Einrur)

"Auff der Rui oder Ruh oder Roe oder Roer". Oder "Opper Ruuhch". In Belgien und NL schreibt man noch in 2006 "Roer" . 1500-1600: "jen seits von der Rhuiren an St Niclais brüggen".

Die Einwohner heißen im Dialekt "Ruscher" = Einruhrer.



Einruhr und Pleushütte im Überblick


Foto: Einruhr von Westen nach Osten auf den Rursee. Ca. 2006.
(C) www.eifel.de/einruhr_erkensruhr. Eifel-Verein-Ortsgruppe.
Genehmigt durch Siegbert Heup


1920er

Einruhr von Westen nach Osten auf den Rursee ca. aus den 1920ern mit dem natürlichen Flusslauf der Rur vor der Aufstockung zum Rursee.
.
Fast derselbe Standpunkt wie das Foto oben von 2006.
Vorne links sieht man die ca. 13-15 Häuser von Pleushütte.
Foto: Autor unbekannt. Aus Archiv Dr. Bernd Läufer.


1928

Einruhr mittig rechts mit der Kirche. Pleushütte mittig-links. Einruhr mit der Kirche im Hintergrund in 1928.
Foto Georg Klinkenberg bei einer der häufigen Wanderungen / Urlaube in dieser Gegend. Archiv Georg Klinkenberg.



1930 ca.

Pleushütte links. Einruhr mit der Kirche im Hintergrund in 1928. - Archiv B.T. 10.08.2013 freundlicherweise von Erich Justra (88 Jahre) geschenkt bekommen. Das Foto ist nicht von ihm. Autor unbekannt.


1930-1940 ca. geschätzt



1950 ca.

1950 ca. Einruhr. Foto Erich Justra vom Platz "Von der schönen Aussicht". Archiv Erich Justra (Geb. 25.01.1925).
Am 10.08.2013 an B.T. zum Scannen übergeben. Links Einruhr. Mittig ein neuer Weg links neben der Ruhr. Rechts Pleushütte.


1971 (?)

1971 ca. Aus Buch Dorfformen. S 109. Justinus Bendermacher.- Archiv Bernhard Stein 2015.


1989

Skizze (C): Erich Charlier, Hammer. Einruhr von Westen nach Osten auf den Rursee. 1989
Ein Geschenk von Erich Charlier an den Ortsvorsteher von Einruhr Norbert Becker zu seinem 60sten Geb. 18.03.1989



Links:
www.eifelverein.de/einruhr_erkensruhr Eine Seite über den Ort und seine Eifelmitglieder.
www.einruhr.de Eine Seite über die mehr wirtschaftlichen Belange des Ortes Einruhr.
www.einruhr.com Eine ansprechende Seite über den Ort seit Juli 2007 von P. Gabriele von Schadewitz
www.sv-ee.de  Sport-Verein von Einruhr / Erkensruhr. Die website wurde erstellt von Thomas Schütt ab Juli 2006
www.eifelhaus-einruhr.de Restaurant - Cafe. Am Obersee 1. Tel.  02485-721. Webseite ab ??




Im Volksmund der umliegenden Dörfer heißen die Einruhrer auch "Breibobelen"

Universum-Beginn - 0
Geschichte von Einruhr. Chronik von Einruhr und Pleushütte (erstmalig erwähnt 1551)

vor 380 Millionen
Die Eifel war noch ein Meer. Die wohl ersten ersten Tierfunde in der Eifel. Z.B. Korallen. Laut Marietta Schmitz am 11.04.2007 kennt sie heute noch Fundorte. Marietta besitzt eine kleine Sammlung versteinerter Tiere.

vor 370 Mio years

Out of fishes the first amphibien developed by getting legs. They discovered the mud-land.

vor 250  Mio Jahren
Die wohl ersten nachgewiesenen Zeichen von Pflanzen-Leben in der Nord-Eifel.
Diese ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges. In 1958-59 wurden bei Woffelsbach (Pölchesberghang) versteinerte Pflanzen aus dem Erdaltertum gefunden.

vor 170 mio years

The One-Piece-Continent Pangea (surrounded by the ocean called Panthalassa) on earth so far separated in two big blocks. The northern part was called Laurasis and included N-America, Europe , Asia and the North Pole. The southern Part was called Gondwana and included Africa , South America , India , Anarctica and Australia .

vor 150 mio years
First animals discovered the land
(carbs = Pfeilschwanzkrebse). The big "Dinosaurier" developed.

135 Millionen Jahre

Trennung des ersten Gesamtkontinentes Pangea in den Nordteil Laurasia und den Südteil Gondwana.

65 Millionen Jahre
Nordamerika und Eurasien hängen noch zusammen, driften aber an den heutigen Alpen auseinander.
Südamerika trennt sich von Afrika.
Die Antarktis ist zum größten Teil an ihrer heutigen Position doch Australien hängt noch an ihr.
Indien hat sich von Afrika gelöst und bewegt sich auf Eurasien zu.
Theorie: In insgesamt weiteren 500 Millionen Jahren könnte sich der Großteil der Landmasse unserer Erde aufgrund von Kontinentaldriften wieder zum Superkontinent "Pangea Ultima" zusammenschieben

65 mio years ago
An asteroid killed all Dinosaurier. The Dinosaurier have been in some continents.
From the southern part on earth (called Gondwanaland) Africa and India separated.

50 mio years ago

Das Devon ist eine geologische Formation des Paläozoikums und umfasst den Zeitraum um 50 Mio Jahre.
Die EIFEL ist als ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges im Zeitalter des Devon geprägt. Das Hohe Venn ist die höchste Erhebung. Der Boden besteht aus Grauwacken, Quarziten, Tonschiefer, Mergeln, Kalksteinen, Dolomiten und verschiedenen Eruptivgesteinen.
Mit 100 Mio - 1 Mio wird der Zeitraum der "Erdgeschichte" im Lexikon angegeben, wo sich das Leben besonders entwickelt. Das Paläozoikum ist der Zeitraum von 100 Mio - inklusive 45 Mio Jahre.

vor 44 Mio Jahren
Früheste Zeichen von Tieren in der Eifel: In (oder nach ?) der Zeit der Vulkanausbrüche gab es in der Eifel eine reiche und Fauna und Flora.
In der Eckfelder Maar bei Manderscheid in der Vulkaneifel fand man ein Skelett des Urpferdes (voigti Propalaeotherium) mit den Abmassen 35-40 cm Schulterhöhe und ca. 70 cm Gesamtlänge.

vor 300.000 Jahren
Frühe Zeichen von Tieren in der Eifel: In Rurberg fand man Unterschenkelknochen des "Rurberger Wildpferdes (Equus caballus)". Es hatte schon die Größe eines Ponys..

vor 25.000
Der "homo sapiens" existierte in Europa





0 - 1899
Geschichte von Einruhr. Chronik von Einruhr und Pleushütte


vor 0
"Die Römer kannten schon das Rur-Tal, und sie werden es nicht als erste entdeckt haben.", meint Lehrer Raimund Schumacher.

Zur Römerzeit führte eine Straße, aus den westlichen Regionen kommend, über das Venn von Konzen kommend an Simmerath vorbei über Kesternich nach Einruhr zur Heilsteinquelle. In Einruhr weiter durch eine Furt bei der Einmündung der Erkensruhr in die Rur. Und weiter in das Rheingebiet.
Wann die erste Brücke dort errichtet wurde, ist B.T. nicht bekannt. Bekannt aber ist, dass es eine Uferauflager aus Steinen gab, über die eine Holzbrücke führte. Nach einem grossen Hochwasser der Rur suchte sich diese ein neues Flussbett auf der anderen Talseite. In diesem Zusammenhang gab es die Brücke dann nicht mehr.
An dieser Brücke soll es im Mittelalter eine Tafel gegeben haben mit der Aufschrift "Auff der Ruhren zu St. Niclaesbruck" 1679. Der heilige Nicolaus ist der Schutzpatron gegen Hochwasser. Diese Tafel ist jetzt an der Kirche in Einruhr über dem Eingang eingemauert.

400 - 200 v. Chr.
Die Germanen dehnten sich nach Süden aus und vertrieben allmählich die Kelten, die über den Rhein auswichen und Gallien, Oberitalien, Spanien, England, Irland eroberten. Zur Zeit der Römer hier waren sie in Belgien, Frankreich, Spanien.
Die Gottesmutter der Kelten "Brigida" wurden in christlichen Zeiten zur "St. Brigitta". Sie ist bis heute noch in Erinnerung und wird in Einruhr noch verehrt.

0-200 nach Chr.
Zahlreiche archäologische Funde bezeugen eine erste umfangreiche Erschließung des hiesigen Raumes "Simmerath" durch die Römer im 2. u. 3. Jhdt. Erinnerungen der Menschen gehen weiter durch mundartliche Worte, Straßen und Flurbezeichnungen in Einruhr, z. B.: "Auf dem Römer" oder "Römischer Kuhl".

486 nach Chr.
Die Franken, ein germanischer Stamm zwischen Weser und Rhein, wanderte allmählich ab ca. 100 nach Chr. von Westen. Gründe waren wohl auch, dass die besten Plätze Weideland / Acker dort bereits vergeben waren. Nach dem Abzug der Römer kamen mehr Franken und übernahmen die Herrschaft. Clodwig I gilt als Gründer des "Frankenreiches". Er vernichtete 486 die verbliebenen Römer in Gallien. Die größte Ausdehnung des Frankenreiches war unter "Karl dem Großen" um 800. Der Zerfall des Frankenreiches war um 987. In der Frankenzeit baute man alle Höfe aus Holz. Deshalb sind aus dieser Zeit fast keine Häuser erhalten. In diese Siedlungszeit der Franken fallen auch Kloster Reichenstein (1131-37 erstmalig erwähnt), Vlatten und Konzen (888) im Venn.

1200-1400 ca
Einruhr gehört zur Pfarre St. Andreas in Steinfeld.

1400-1500 ca.
Einruhr gehört zur Pfarre Olef. Zu dieser Zeit waren die Wiedertäufer auch in Einruhr.

1500-1600
Die eigentliche Entstehung des Ortes Einruhr ist auf das ?? gegründete Eisenwerk Pleushütte (Pleus = Mütze), vormals Rurhütte, am gegenüberliegenden Ufer der Rur zurückzuführen. Der Ort Einruhr diente den Arbeiterfamilien als Wohnstätte. Mit steigender und erweiterter Produktion stieg auch die Zahl der Einwohner und deren Wohlstand.
B.T.: Es gibt auch die Angaben in der Simmerather website über Einruhr "1400". Niemand kann mir bisher sagen, wie das Datum nachgewiesen ist. Laut Dr. Elmar Neuß, Vorsitzender des Geschichtsvereins Monschau, ist die Ersterwähnung von Pleushütte erst 1551. Diese "grobe Zeit" könnten stimmen, denn das "Hammerwerk" im Ort Hammer taucht erstmalig auf einer Urkunde, die als Abschrift vorhanden ist, von 1463 auf.

1500-1600
Kurz - die Geschichte ist die Geschichte der Familie Schumacher, einer Wiedertäuferfamilie*** - insbesondere von Peter Schumacher:(*1622 in Niederdollendorf - + 1707 in Germantown, Pennsylvania, USA). Im 16. Jahrhundert sind die Schumachers zum ersten mal dokumentiert in Einruhr (- oder Umgebung - s. u.). - ca. Ende des 16. Jahrhunderts / Anfang des 17. Jahrhunderts vertrieben nach Niederdollendorf. - 1685 gehört Peter Schumacher zu den ersten Siedlern von "Germantown" - heute Philadelphia, Hauptstadt von Pennsylvania - Ankunft mit dem "Schiff Francis & Dorothy".
***Die Geschichte der "Eifeler Täufer" und der "Wiedertäufer von Münster" ist nicht unbedingt identisch. Das Ziel der "Eifeler Täufer (139 erstmalig genannt)" war vielmehr die Wiederherstellung des Urchristentums zur Zeit der Apostel. Sie wollten nichts mit den "Wiedertäufern" gemeinsam haben. Wurden aber von den Herrschenden nahezu gleichgesetzt, verfolgt, ausgewiesen und auch getötet.
20.12.2007 Andreas Frohnhaus beschäftigt sich mit seiner Vorfahrengeschichte, Wiedertäufern, die zuerst in Einruhr gesichtet wurden, mehrfach im Herzogtum Jülich vertrieben wurden und dann schließlich nach Pennsylvania ausgewandert sind.
hier die Quelle für Einruhr aus
http://www.wisoveg.de/wisoveg/heimatkalender-eu/2004b/34wiedertaeufer.html
Autor des Artikels"Wiedertäufer im Kreise Schleiden" ist 1954 Friedhelm Siebel, Schleiden.

[...] In diesem Zusammenhang interessieren uns die Namen der Wiedertäufer aus Einruhr und dem Rurtal überhaupt: "Arndts Heinrich und sein Hausfrau, Dedenborn, hatte Land in Rauchenauell und Diepenbach; Churstgen Hüttermans, auf Pleus Hammer (Pleushütte) geboren und gewichen auf jen seits von der Rhuiren an St Niclais brüggen (Einruhr); Gerhardts Theis und sein Hausfrau auff Dedenborn; Heinrich Schoemacher vide Arndts Heinrich und sein Hausfrau, Dedenborn; Hermans Johann der jung, auf der helden (Ruhrberg); Hammers Schmit Hein, Pleus Hammer; Hüttenmans Hein, dieser ist auf Pleus Hammer im Ambt Monjoie geboren, dann verzogen und wegen der Widerthauf auf jen Seits von der Rhuiren in die Herrschaft Schleiden verwichen, daselbst nun etliche Jair hausgehalten; Nellis Thomas, in den Merdersbergen (Ruhrberg); Pleus Churstgens Jentgen, auff Pleus Hammer; Pleus Churstgens Peter, auff der Rhuiren an St Niclais brüggen; Peter Hammerscheidt, auff der Rhuiren; Theis Gerhardts, auch Gerhartz Theisgens, Dedenborn; Theis zu Trimborn, Kesternich, auf Pleus Hammer im Ambt Monjoie geboren und verzogen und auf die Schleidische Seidt verwichen."[...]


Einruhr, Haus Nr. 38 - gilt als Versammlungsstätte der Wiedertäufer. Skizzenhersteller leider unbekannt.
--------------------------
Weiter geht 's (u. a.) mit folgender Quelle:aus http://www.habat.net/Schumacher_Peter.htm
(in 2015 nicht mehr gültig...)

1552
Seit 1552 wurde auch in Pleushütte (vorher Pleushammer geheissen) Roheisen aus dem hier entstehenden Raseneisenstein, genannt "Katz", gewonnen verarbeitet.. Der "Katzenstein" hat nichts mit dem Haustier Katze zu tun.

1649 Besiedlung: Private Grundstück möglich. Püßhütte (1649)
Die Fürsten erlaubten, dass die "Benden", schmale Stücke im Tal neben dem Fluss bis zu den steilen Flusskanten, von dort ansässigen Familien von Bäumen gerodet und besiedelt werden durften. Damit wurden sie Eigentümer und konnten dieses gerodete Gebiet auch weiter vererben und aufteilen. Für diese neuen Besiedlungsgebiete mit Höfen und Wiesen mussten die Menschen zweimal pro Jahr einen "Schatz" an den Fürst zahlen. Noch heute sind die meisten Gebiete am Fluss in privater Hand während die Wälder daneben in Staatsbesitz sind. Der Siedlungsbestand 1649 war laut Lagerbuch von: Hermeßhammer 16 Orff. Diedenborn 25 Orff. (Dr. Elmar Neuß am 25.10.2013).
- In Hammer und Widdau z.B. sind die Karten der Preussen ab ca. 1821 mit Grundstückseigentümern und Grenzen erfasst. Und ab ca. 2013-2013 digitalisiert vom Katasteramt zu erhalten.


1660
Bis 1660 wurde der unmittelbare Nachbarort von Einruhr, Wollseifen, der die Pfarrkirche St. Rochus hatte, selbständig. Zu dieser Kirche gingen auch die Menschen von Einruhr.

1670
Das heutige Haus der Familie Cremer, Ruhrstr. 33 (in 2006), wurde gebaut.

1679
Offensichtlich gab es eine Steinbrücke über die Rur. In einem Stein war St. Nikolaus mit Stab eingehauen, der die Flüsse und Ufer beschützt. Als Zahl ist 1679 angegeben. Der Überlieferung nach soll dieser Stein von der alten Steinbrücke über die Rur stammen. In 1909-10 hat man - nachdem die alte Kirche abgerissen wurde - diesen Stein bei der neuen Kirche über dem Portal eingesetzt.


Stein über dem Kircheneingang in Einruhr bei Abendlicht.
Die Zahl 1679 rechts neben dem Kopf ist sehr schwierig zu lesen. Dieser Stein soll von der alten steinernen Rurbrücke übernommen sein. St. Nicolaus ist der Schutzheilige, der die Menschen sicher über den Fluss bringt. Foto Bernd Tesch in 2006.


1749
1. Kath. Kirche "Kaepe" in Einruhr. Unmittelbar daneben war auch der Friedhof (Kirchhof, Kirchhauf) untergebracht.
In der Mauer war ein Stein untergebracht, in der St. Nikolaus mit Stab (der die Flüsse und Ufer beschützt) eingehauen war. Als Zahl ist 1679 angegeben. der Überlieferung nach soll dieser Stein von der alten Steinbrücke über die Rur stammen. In 1909-10 hat man - nachdem die alte Kirche abgerissen wurde - diesen Stein bei der Kirche über dem Portal eingesetzt.

1749
Schräg gegenüber der Kirche war die Gaststätte Cremer (jetzt Rurstr. ?? 33). Die Menschen gingen damals zum Frühschoppen. Der Gastraum war im alten Wohnzimmer. Das Bier wurde von den Cremers im Brauhaus (Bröhjes) gebraut. Das Gebäude ist gegenüber, wo jetzt Förster wohnen. Als es sich nicht mehr lohnte, selber Bier zu brauen, wurde aus dem Bröhjes eine Tanzfläche gemacht.

1846
In einer Broschüre "Skizzen über Monschau und das Monschauer Land vor neunzig Jahren (1846) ". Mit kleinen Beiträgen auch zu Imgenbroich. Höfen. Kalterherberg. Konzen. Monjoie. Mützenich. Pleushütte. Roetgen. Tuchfabriken generell. Zweifall von Carl von de Berghes schreibt dieser, dass oberhalb der Brücke ein kleiner Bach "Einruhr" in die "Roer" mündet.
B.T. Mir ist unklar, ob das ein Beobachtungsfehler / Schreibfehler ist oder ob die "Erkensruhr" früher "Einruhr" hieß


1826
Ein Kaufmann entdeckt den wirtschaftlichen Wert des Brunnens mit heilwirkendem Mineralwasser, der heutigen"Heilsteinquelle" (genannt auch "Sure Pötz" = "Sauerbrunnen") wieder. Sie ist außerhalb des Ortes gelegen. Bei den Arbeiten zur Wieder-in-Betriebnahme fand man römische Münzen. Tonscherben und einen Knopf eines Beneficiariers, eines römischen, soldatischen Brunnenwärters.


Vor 1826. Lithographie von Johann Peter Scheuren. Gedruckt von M. Urlichs in Aachen. 1826. "Vorläufige Mittheilungen über die Mineral-Quelle zu Heilstein unweit Aachen". 40 S. Text. 1 Landkarte. Zu Werbezwecken der Heistein-Mineral-Quelle. Diese war durch Theodor Hons wiederentdeckt worden. - Das rare Büchlein besitzt Hans Gerd Lauscher (Kalterherberg). Abgebildet auf dem Titelblatt des "Das Monschauer Land Jahrbuch" 1989. Besprochen S.27.
B.T.: Die Zeichnung gibt sicher einen Eindruck von dem damaligen Aussehen des Eifeldorfes. Selbst die abgebildeten Häuser könnten dort so gestanden haben. Allerdings gab es schon in 1679 eine Steinbrücke, wenn die überlieferten Aussagen richtig sind, dass der Stein über der heutigen (2015) Kirchentür von dieser Rurbrücke stammt. Hier ist eine ganz andere Fußgängerbrücke als Steg abgebildet als auf der Zeichnung in dem selben Büchlein für Pleushütte. Ohne Wasserfurt daneben.


1839
besuchte der preußische Kronprinz und spätere König Friedrich Wilhelm IV. den Ort, um die erste massive Steinbrücke über die Rur zu besichtigen, und würdigte seine Lage als "Einzig in ihrer Art".

1864
Seit 1864 war Einruhr eine selbstständige Pfarre und Kirchengemeindei.


1882
1882. Volksschule Einruhr 1882. Das waren meist alle Schüler der Volksschule. Archiv E.H.
Wer kennt Menschen ? Wer war der Lehrer?
In der Broschüre "Einruhr. 30 Jahre Dorf am See. 1958-1988" gibt es einen Aufsatz vom Einruhr-Lehrer Raimund Schumacher mit dem Titel "Die Lehrer" von Beginn bis 1958. Darin beschreibt er auch wie in den unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich ausgebildete Lehrer unterrichteten. Bernd Tesch hat dazu auch Genaueres in einem Artikel über "die Lehrer in Hammer" geschrieben. - In dem Schumacher-Artikel steht, dass in der Zeit von 1867 bis 1884 viele Lehrer-Aspiranten in Einruhr unterrichteten: Krischer, Schröder, Müller, Fleumer, Rick, Heinen, Mathias Esser, Gerlich und Mörer. Einer von denen müsste der Lehrer oben sein. - Die Einruhr- (und Pleushütte ?) Schüler oben sind alle unbekannt. Das älteste in der Broschüre abgedruckte Foto einer Gruppe Lehrer-Schüler war von 1905. - Archiv: E.H.
24.07.2015 Gefunden von B.T. bei Besuch in Einruhrn einem Keller.

1888
wurde der Eifelverein gegründet.  Hauptgeschäftsstelle heute ist Düren.
Ortsgruppen der ersten Stunde waren Gemünd und Monschau. Monschau besass bereits einen Heimatverein.
1889 kam eine Ortsgruppe von Nideggen dazu.
1889 kam eine Ortsgruppe von Blankenheim dazu.
1891 kam eine Ortsgruppe von Schleiden dazu.
1892 kam eine Ortsgruppe von Heimbach dazu.
1907 kam eine Ortsgruppe des Nachbarortes Wollseifen.
1907 kam eine Ortsgruppe des Nachbarortes Rurberg.
1966 hatte die Ortsgruppe Einruhr 66 Mitglieder.
1985 hatte die Ortsgruppe Einruhr 120 Mitglieder.

1899.11.27
Franz Becker wird geboren und lebte bis zu seinem Tode in Einruhr. Er wurde später Bürgermeister von Dreiborn wozu auch Einruhr gehörte. In Einruhr gibt es eine Strasse, die nach ihm benannt wurde. Mit 78 Jahren schrieb er die Broschüre "Notizen und Daten aus der Pfarrei Einruhr-Pleushütte". Mir liegt ausserdem ein bisher unveröffentlichtes Manuskript vor über die Historie von Einruhr, indem auch Vorgänge in der Welt und Deutschland berücksichtigt sind, die indirekt einen Einfluss auf das Leben der Umgebung und Einruhr hatten.

Vor 1900
Es gab nur zwei Privatgeschäfte, die nur das Wesentliche verkauften wie Salz, Gewürze, Zucker und Petroleum. Später schlossen sich die Ortsbewohner zu einer Genossenschaft (Konsum) zusammen und betrieben zu ihrem Vorteil ein eigens Geschäft. Um 1900 gab es eine Gastwirtschaft in Einruhr, eine in Pleushütte.




1900 - 1949
Geschichte von Einruhr. Chronik von Einruhr und Pleushütte

1900
Der heutige Name "Rur" für den Fluss hat einen grossen Wandel hinter sich. Seit der französischen Zeit 1794-1814 hatte man dieses Gebiet "Departement de la Roer" benannt. Offensichtlich haben die nachfolgenden Preußen das Wort "Roer" übernommen. Um 1900 schrieb man in der Schule in Einruhr noch Roer. Um 1935 schrieb man Ruhr. Als man dann (nach dem Krieg 1945) feststellte, dass es Verwechslungen mit der "grossen Ruhr" gibt (die bei Duisburg in den Rhein mündet) musste das "h" bei der "kleinen Ruhr" weichen. Und so heißt sie nun "Rur". In Belgien und NL schreibt man noch in 2006 "Roer".
In der Mund- und Schriftsprache tauchen auch noch dieses auf: "Auff der Rui oder Ruh oder Roe oder Roer". Oder "Opper Ruuhch".


1900 ca.
In "Notizen und Daten aus der Pfarrei Einruhr-Pleushütte (siehe Literatur Einruhr)" beschreibt Franz Becker wunderbar verständlich und genau das Leben auf fast allen Gebieten. Hier können nur kleine Auszüge daraus wiedergegeben werden.
- Die Pfarrei war - wie alle Dörfer in der Eifel - ein "armes Eifeldorf". Hauptgeldquelle war die Landwirtschaft. Fast alle Butter, Eier und auch Schinken wurden verkauft. Die Ziege war die "Kuh des armen Mannes". Knechte, Mägde und Tagelöhner bewältigten die Arbeit gegen Essen und kleinen Lohn. Es gab zu dieser Zeit noch keinen Motor !!!  
- Im Sommer gab es noch die Arbeit des "Lohschälen". Die Eichenrinde junger Eichen wurde abgeschält und an Gerbereien verkauft.
- Einige Leute arbeiteten im Eisenwerk in "Rothe Erde bei Aachen". Sie liefen dort mit einem kleinen Bündel Nahrung hin und kamen am Wochenende zu fuß für einen Tag zurück. Dann gab es "etwas Vernünftiges zu essen".
- Sonst gab es keine Verdienstmöglichkeiten.

Höchster Feiertag war Kirmes. Dort wurde vorher jedem Mädchen ein Junge zugeordnet. Wollte ein Mädchen nicht mit dem Jungen zum Kirmesball gehen, blieb sie zuhause. Alleine ging man nicht auf den Kirmesball.
Die Mütter hatten eine enorme Leistung aufzubringen. Sie bekamen alle zwei bis drei Jahre ein Kind. Zehn bis zwölf Kinder waren keine Seltenheit. Das Essen kam aus dem Garten, Flur und Acker. Im Hausbackofen wurde das "Eifeler Schwarzrot" gebacken. Sonntags gab es etwas Weißbrot mit Kaffee. Magermilch und Quark gehörten dazu. Zugekauft wurden nur Salz, Gewürze und Essig. Ausserdem gehörte zur Aufgabe der Frau das zeitaufwendige Nähen von Kleidchen und Höschen, Stricken und Flicken. Die Mütter mußten die Kinder betreuen, für die Schule und Kirche fertig machen, Haushalt bewältigen. Die Hauptarbeit auf dem Feld und im Stall fiel ihnen ausserdem zu. Die Frauen waren trotzdem glücklich. Es wurde eine durch ihren Geschmack beliebte Kartoffelsorte angebaut, die sich gut und teuer verkaufen ließ: "Blaue Platte"

1900-1910
Die Armut besserte sich wesentlich. Erste Fahrräder und Autos ("Motorwahn") durchfuhren Einruhr unter dem "Juchhe" von jung und alt. Vor Einruhr stand ein Schild "Einruhr-Auto 25 km". Die Strassen waren ca. 4 m breit. Das ganz Dorf war anwesend bei der ersten Dampfwalze für Strassenbauarbeiten. Erste Flugzeuge und Zeppeline am Himmel.

1909-1910
Alte Kirche wurde abgerissen. Neue Kirche an neuer Stelle in Einruhr wieder aufgebaut. Diese steht noch 2007 wie unten. Über dem Portal ist der Stein mit St. Niclaes von 1679 eingemauert.



Kirche von 1909-10 erbaut in Einruhr bei Abendlicht. Foto Bernd Tesch. 2006

1910
Bisher wurde das Korn meist im Winter mit Handdreschflegeln vorwiegend durch die Frauen mittels Schlagen von der Spreu getrennt. Erste Handdreschmaschinen kamen auf, die vier starke Männer per Hand drehten. Die Arbeitszeit war von "morgens dunkel" bis "abends dunkel".

1912-15
In Einruhr wurde die Wasserleitung gebaut. Vorher erfolgte die Versorgung durch verschiedene private und öffentliche Brunnen und durch den Mühlengraben. Und Wasser-Quellen wie die Heilsteinquelle und "Datt Kellpözje" (früher dort gelegen wo jetzt Ruhrstr. 35-37 ist. Die Quelle liegt jetzt unterhalb des Wasserspiegels, funktioniert aber immer noch, was man bei größerem Wassertiefstand des Sees noch sehen kann). Es war eine klare, klare Wasserquelle, bei der das halbe Dorf Wasser holte, wenn die offizielle Wasserleitung in trockenen Zeiten trocken war.

1914-1918
Im 1. Weltkrieg sind 11 Männer aus Einruhr und Pleushütte gefallen.
2015 B.T.: Wer kennt die Namen?

1923
Einruhr bekommt Strom.

1926
Die Ortsgruppe Einruhr/Erkensruhr wurde am 28.02.1926 in der Gaststätte "Schöne Aussicht" gegründet.

1928
Es soll noch ein Gemälde geben von Einruhr, welches vermutlich vor 1928 von einem "Klaus Breuer" gemalt wurde. Klaus Hürtgen hat vergeblich versucht, den Maler zu finden. Aus diesem Grunde hat er das Gemälde zurück gegeben, weiß aber wohl, wo es ist. Leider hat er kein Digi-Foto gemacht, um das Urheberrecht nicht zu verletzten. Es wäre für EINRUHR und seine Menschen schön, wenn das Gemälde z.B. hier abgebildet wäre und man darunter schreiben würde, wer es besitzt und dankenswerter zur Verfügung stellt. UND man auf diesem Wege den Maler "Claus Breuer" oder seine Nachfahren sucht. Vielleicht gibt es ja noch mehr Gemälde von Einruhr...

-------------------------------------------------------
Haus 15 ?
1932 Schulgebäude Einruhr / Eifel / Kreis Schleiden wird neu gebaut.
1934 Lehrer Hermann Anto Schwedt (Geb. 02.02.1902. Gest. 04.08.1987) ist Lehrer. Aus einer Broschüre von Raimund Schumacher (S. Literatur). S. 42 ff.
13.06.1937 Sohn Lothar Schwedt wird hier geboren. Er lebt hier bis 13.12.1944. Später als Architekt in Aachen.
1942 Der kinderreichen Familie Schwedt wurde im "3. Reich" die junge Frau Helene Zöll (Geb. 29.01.1922 in Wollseifen. Verh. mit Peter Hüpgen (Kinder Marta und Wilfried Hüpgen. Gest. 06.10.2006 in Kesternich) zugeteilt. Sie verrichtete ihr "Pflichtjahr".
13.12.1944 Zerstörung des Schulgebäudes durch eine US-Granate
1945-1946 Wiederaufbau der Schule.
1946 -?? Das Haus diente nach dem Schulschluss in ?? wohl als erst dem Dorf als Gemeinschaftshaus. Norbert Becker hatte ein kleines Hotel. Wenn er größere Gesellschaften z.B. aus NL hatte, hat er auch diese im "Eifelhaus" zum Essen untergebracht.
Es gab mehrere Mieter vorher, laut Frau Hein (02485-418), die aber nicht lange blieben.
1965-1982 Hubert Hein war Pächter des "Eifelhaus". Heute "Pension Hein" in Einruhr. Römerstrasse. Frau Hein hat noch alte Fotos.
1982- 1987 Luise Poth war Pächterin des "Eifelhaus".
1987 Pächter des "Eifelhaus" ist Franz Hoffmann: Restaurant / Cafe "Eifelhaus".
Lebensgefährtin Viktoria Müller www.eifelhaus-einruhr.de
-------------------------------------------------


Rurtalsperren:
1900-1904
Bau der Urfttalsperre nach den Plänen von Geheimrat Intze (CA. 45,5 Mill. cbm Wasser).

1934 -1938
Drei im Bau befindliche Neuanlagen:
- Staubecken Obermaubach
(1,65 Mill cbm. Frühjahr 1933 - 05.1934. Ca 1 Mio Mark. 70.000 Erwerbslosentage).
- Staubecken Heimbach (1,15 Mill cbm. Frühjahr 1934 - 12.1934. Ca. 575.000 Mark. 70.000 Erwerbslosentage). Rurtalsperre Schwammenaul (100 Mill cbm).
-Bau der Rurtalsperre Schwammenaul. durch die 1. Aufstockung der Rur um 52 Meter gegenüber der Talsohle. Grundsteinlegung 02.05.1934 bei Heimbach. 9.000 Menschen arbeiten hier mindestens 3 Jahre (Stadt- und Landbote 05.05.1934). Der Erddamm staut 100 Mill cbm Wasser. Es kann damit ca. die Hälfte des durchschnittlichen Wasserzufluß des Jahres aufnehmen. Die Wasseroberfläche ist dann ca. 485 ha. Ca. 35-40 Häuser werden weichen müssen.
Lit: Alle Angabn aus "Monschauer Land. Jahrbuch 1976"..

1938
Einweihung der Rurtalsperre Schwammenauel.
Aber der Obersee reichte noch nicht bis Einruhr. Rurhöhe 1938: 274,00 m NN.

1938-45
Im 2. Weltkrieg sind 14 Männer aus Einruhr und Pleushütte gefallen. Sechs vermisst. 13 Zivilisten gestorben.
2015. B,T: Wer kennt genau die Namen und hat Fotos der Gefallenen ?

1946
wurde der Nachbarort "Wollseifen" als Ort geschliffen, da er im britischen Militärübungsgebiet lag. Vorher wurden die Dorfbewohner dort inklusive ihrer Verstorbenen vom Friedhof "ausgesiedelt / vertrieben". Die Umbettungen der Toten ist einem Pfarrer Grundmann zu verdanken. Was dort noch als Mauerreste zu finden ist, bezeichnet R. Schumacher als "Wüstung".





1950-1999
Geschichte von Einruhr. Chronik von Einruhr und Pleushütte

1950 ca.
1950 ca. Einruhr links mit Kirche. Rechts Pleushütte. Foto und Archiv Erich Justra (geb.18.01.1925). 10.08.2013 mit 88 Jahr an B.T. zur Verfügung gestellt zum Scannen.


1952 -1969
Trat 1946 in die Kommunalverwaltung ein.Franz Becker (Geb. in Einruhr). Bauunternehmer. Bürgermeister der amtfreien Geinde Dreiborn. 1964 Bundesverdienstkreuz. Ehrenbürger. In Einruhr gibt es die Franz-Becker-Strasse.


1955 ca.

Postkarte von ca. 1955. Man sieht hier noch deutlich die Felder oberhalb von Einruhr, die bis nach Wollseifen heraufragten. Die alte Steinbrücke im Vordergrund über die Rur war noch erhalten. Die neue dahinter noch im Bau. - Foto unbekannt.


1952-1958

Es fiel die Entscheidung, den Rursee mit Rurtalsperre Schwammenauel und den Obersee bis Einruhr um 16 m aufzustocken.
06. 04.1952 Protestmarsch der Bürger von Einruhr und Pleushütte gegen die Vergrößerung der Rurtalsperre.
Ferdinand Philipp Keuter: "Fest steht zu diesem Zeitpunkt schon die Aufstockung des Stauraumes von derzeit 100 auf 200 Mill. cbm. Müssen es unbedingt 200 Mill. cbm sein? Wenn es bei 150 Mill. cbm bleiben könnte, bliebe die Seespitze 500 Meter unterhalb von Einruhr. Die Projekte wie Perlbach- und Olef-Talsperren stehen ja auch noch an. Das in wesentlich kleineren Dimensionen. Für den Aufkauf der Flächen, die dem See zum Opfer fallen sollen, sind 4,2 Millionen DM geplant. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass Einruhr später die Chance hat, der "meistbesuchte Fremdenverkehrsort am See zu werden".
Insgesamt wurden 35 Familien mit 131 Personen umgesiedelt aus den Orten: Pleushütte, Einruhr, Rurberg und Woffelsbach. Das ist mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung.

Zitate und gekürzte Infos aus Artikel: "Die Rurtalsperre Untergang für die Auferstehung 1952-2008". 14.10.2008 von Ferdinand Philipp Keuter http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2794/untergang_fuer_die_auferstehung.html



Ca. 1952-1957. Einruhr. Alte Post: Das Haus im Vordergrund ist die alte Post in Einruhr, heutiges Dreieck Ecke Rurstr./Heilsteinstr.



Ca. 1952-57. Einruhr. Haus 38. Gebetshaus der Wiedertäufer: Es ist das ehemalige Gebetshaus der Wiedertäufer, einer Sekte, die im Mittelalter im Raum Monschau verfolgt wurde. Einige der Anhänger wurden sogar getötet. Die Täufer zeichneten sich durch die Erwachsenentaufe, "Glaubenstaufe", aus. In Einruhr ist der letzte Wiedertäufer ca. 1880 verstorben.
Rechts Wilhelmsches Hus = August Wollgarten. War ein U-Haus


Ca. 1952-58

Ca. 1952-57 Einruhr im Umbau: Das Bild zeigt die Baumaßnahmen in Einruhr im Vorfeld der Aufstauung des Sees.



Ca. 1952-57: Pleushütte. Haus 01. Erste Arbeiten: Im Vordergrund rechts steht das alte Wohnhaus des Bernhard Wollgarten. Es lag direkt an der Rur und fiel dem Stausee zum Opfer. Links sind die ersten Bauarbeiten zu sehen. Oberhalb davon ist die Bundesstraße. Die aufsteigenden Qualmwolken stammen von verbrennendem Reisig.



Ca. 1952-1957. Einruhr. Alte Brücke: Die ehemalige Bogenbrücke aus Bruchsteinen, links drei Bogen über die Rur und rechts - vom Strauchwerk etwas verdeckt - ein Bogen über die Erkensruhr. Hinter der Brücke links ist das Haus 01 von Bernhard Wollgarten in Pleushütte zu erkennen. Dieses Haus sollte eigentlich zerlegt und im Freilichtmuseum in Kommern wieder aufgebaut werden. Das Gebäude aber stand plötzlich in Flammen. Und war damit ein Übungsprojekt der Feuerwehr Einruhr/Pleushütte.
- Direkt oberhalb des Hauses Wollgarten steht ein weiteres Haus. Das Fundament dieses Hauses ist in etwa der heutige Wasserstand des Obersees. Eigentümer dieses Gebäudes war Bruno Wollgarten. Es wurde abgerissen und das Fachwerk in einem Neubau in Einruhr - Rurstraße/Nähe Schwimmbad - wieder aufgebaut.
B.T.: Die Strasse im Hintergrund ist die Bundesstrasse. die nach Simmerath / Rurberg aufwärts führt. Wann diese wunderschöne alte Steinbrücke gebaut wurde ist BT noch unbekannt. Im Brücken-Stein über der Kirchentür in Einruhr aber steht "Anno 1679",
Hinten oben an der Strasse ist "Zeije Bruno" (Wollgarten) aus Wirschaft Pleushütte. Kurz vor der Aufstockung. Sofort wieder abgerissen.




Ca. 1952-1955. Einruhr. Neu und alt.
Li: Die alte Einruhrer Brücke steht noch, aber die neue nimmt schon (im Hiontergrund) Gestalt an. Sie musste gebaut werden, um die Aufstockung des Sees zu ermöglichen.
Re: Neubau: Um das Projekt zur Aufstockung des Sees durchzuführen, musste eine neue Brücke von Einruhr gebaut werden. Das historische Foto zeigt im Hintergrund noch die alte Brücke.


1952-1958

Ca. 1952-1957. Pleushütte und Einruhr. Panorama: Gesamtansicht von Pleushütte mittig-links im Vordergrund und hinten rechts Einruhr. Ganz links am seitlichen Bildrand ist das alte Bauernhaus in Pleushütte zu erkennen, welches heute (2008) noch steht. Von Pleushütte, sind heute nur zwei Häuser und das Haus am See übrig geblieben. Die Abbildung zeigt den Ort vor der Überflutung.


1954

1954. Einruhr. Auf der alten Brücke von Einruhr: Im Sommer 1954 hatte die Jugendgruppe von Eschweiler/ Röthgen ein Zeltlager in Dedenborn. Von hier machten wir einen Ausflug nach Einruhr. Auf der alten Brücke des Ortes ließen wir uns fotografieren. Während der Aufnahme fuhr ein Motorrad durch das Bild. Dieses entdeckten wir aber erst nach der Entwicklung. Bald würde diese Brücke nicht mehr sein.

(C) Text oben und Foto wurden nach einem Gespräch mit dem Autor aus einem Artikel über Einruhr entnommen, den Ferdinand Philipp Keuter (aus Gressenich Geb. 1937) am 14.10.2008 geschrieben hat: In SPIEGEL-Online: "Die Rurtalsperre Untergang für die Auferstehung 1952-2008". www.einestages.de .
Am 09.03.2012 informierte mich Ferdinand Philipp Keuter freundlicherweise über seinen Artikel über Einruhr:
http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2794/untergang_fuer_die_auferstehung.html



.
Ca. 1955: Klaus-Peter Gadacz - 2017 in Berlin.

1955 - 2017 Erinnerungen nach 62 Jahren
. Letzte Bewohner des alten Einruhr
Klaus-Peter Gadacz (*16.12.1945 in Wolfenbüttel geboren. Kam aber 1946 schon nach Berlin, Kindheit im eingeschlossenen Berlin verlebt)
... mit Freude habe ich Ihre Seite http://www.hammer-eifel.de/Einruhr/Einruhr.htm entdeckt und in meiner eigenen Geschichte stöbern können.
Ca. 1955 in den Sommerferien konnten wir mit rund 40 Pfadfindern und Wölflingen aus Berlin-West vier Wochen dort unser Sommerlager aufschlagen. Freunde aus Köln, Kohlscheid und/oder Monschau das arrangiert. Ich gehörte wohl mit zu den letzten "Einwohnern" des alten Einruhr.
- Zu dieser Zeit war es insbesondere für die eingeschlossenen Berliner das perfekte Abenteuer. Für etwa 4 Wochen hatten wir die Adresse "Einruhr/Eifel, Pfadfinderlager".
- Nach beschwerlicher Reise - uralter, klappriger Bus bis Köln, Bahn bis Aachen, auf einer LKW-Pritsche- kamen wir erschöpft in Einruhr an. 
Die Unterbringung erfolgte zuerst in einem ziemlich alten, nahezu verfallenem Bauernhaus/Scheune. So weit ich mich erinnern kann, lag es etwa gegenüber der Kirche. Zünftig gebettet auf Stroh verbrachten wir die ersten Nächte. Aber es war wirklich fast eine Ruine, die kaum Schutz vor Wind und Wetter bot und zudem konnte man damit rechnen, das unsere lebhafte Truppe das Haus bald zum Einsturz gebracht hätte.
- Entweder der gelegentlich vorbeischauende Pfarrer oder ein Ortsvorsteher ermöglichte es, dass wir in ein größeres, stabileres Nachbarhaus umziehen konnten. Wenn ich mich richtig erinnere, war es aus Backstein, auf jeden Fall etwas "moderner". Dort richteten wir uns mit unseren Strohlagern ein. Es gab eine Küche und ein Gemeinschaftsraum, irgendwo auch sanitäre Einrichtungen. Ob es Fließwasser gab, weiß ich nicht mehr, aber die Rur hatte ja sauberes Wasser. Strom und Gas gab es nicht mehr. Ein Postamt gab es nicht und damals musste man sogar ohne Handy und Skype überleben.
- Nur die Lebensmittelversorgung war etwas kompliziert und sehr bescheiden. Von Ausflügen wurde Brot, Margarine und Mus mitgebracht. Erbswürste gehörten ohnehin ins Gepäck, auch Haferflocken. Irgendjemand brachte mal 1 Sack Kartoffeln und paar Köpfe Kohl vorbei. Fleisch und Wurst gab es damals zu Hause auch kaum, wurde also von uns nicht vermisst. - Heutzutage würden Jugendliche so etwas eher als Straflager mit drohendem Hungertod ansehen. Wir haben es mit Freude genossen und überlebt!
- Als Pfadfinder/Wölflinge waren wir ja geschult mit Dingen, die man neudeutsch "Survival" nennt. Das galt es jetzt umzusetzen. Zudem war der Ort bereits verlassen. Nur ein paar "Alte" tauchten hin und wieder auf. Heutzutage hätte der Vandalismus vermutlich den Ort in kürzester Zeit platt gemacht. Klar, wir gingen auch auf Entdeckung und stöberten herum, wo es nicht verschlossen war. In dem Alter kann man fast alles gebrauchen, um das Lager etwas auszustatten. Schätze fanden wir aber nicht.
- Tagsüber verbrachten wir auf einer Wiese oberhalb der Brücke, also außerhalb auf Pleushütter Seite. In der Rur konnte man fantastisch Baden und wir haben dort sogar eine eigene Brücke aus Stämmen und Ästen des gegenüberliegenden Waldes gebaut. Natürlich, das große Lagerfeuer gehörte immer dazu und dann wurden Fahrtenlieder zur Gitarre gespielt.
- Im Haus hatten wir sogar bald eine Kapelle eingerichtet. Die Kirche war ja bereits geschlossen. Ein Altar wurde zünftig aus dicken Ästen gebaut. Obwohl ein Kaplan dabei war, durfte eine Messe erst nach langwierigen Genehmigungen gelesen werden. Die Hauptfrage war wohl, ob man an einem ungeweihten Altar eine "echte" Messe zelebrieren konnte. Damals war unser Gott noch strenger und die Kirchenbürokratie funktionierte sogar bis nach Einruhr!
- Ausflüge führten uns nach Monschau, Simmerath, Schleiden und Burg Vogelsang (warum auch immer, lag aber in der Nähe). Natürlich ging es auch mehrmals zum alten Schwammenauel-Wehr, den ich als recht unattraktiven Steinwall in Erinnerung habe. Immerhin, für Berliner waren das alles Sensationen, die es daheim nicht gab.
- Zu dem Zeitpunkt war der Ort bereits geräumt, aber noch nirgends abgerissen. So weit ich mich erinnere, lebten noch ein paar Hartnäckige dort. Ein uralter Mann, der vor (s)einem Haus hockte und eine Sense dengelte, ist mir noch bewusst, da das für uns als Städter eine total fremde Kunst war.
- Damals hatte nur einer der Führer einen Fotoapparat. Derlei Schnick-Schnack passte nicht zum zünftigen Pfadfinderleben.
- Viele Jahre Später war ich noch mal auf Durchreise in der Gegend. Natürlich waren die vertrauten Orte nicht mehr auffindbar. So bleiben Erinnerungen, die über 62 Jahre zurück liegen.
13.07.2017 Bericht von einem Leser aus Berlin an BT geschickt.

1955
Trotz erbitterten Widerstandes der Bevölkerung begannen die Arbeiten am Paulushofdamm bei Rurberg, der 1958 fertig war. 1958 wurde auch danach geflutet.

1957-1959
Nachdem man anfangs darüber nachgedacht, den Ort Pleushütte einzudeichen, musste dieser der 2. Aufstockung des Rursees Schwammenauel weichen. 13-15 Häuser wurden abgetragen. Die Grundmauern sieht man noch, wenn das Wasser einmal ganz tief bei Reparaturarbeiten abgelassen wird. Der versunkene Ort Pleushütte liegt flussaufwärts in der Rur; genau westlich unterhalb der heutigen Autobrücke über der Rur. Eine Gedenktafel erinnert an die "Aussiedler von Pleushütte" (ohne Namen jedoch). Sie verloren ja nicht nur ihr Haus, sondern auch ihre Heimat und ihre Wiesen. Die Häuserbesprechungen und Tabellen in den websites der Häuser von Einruhr und der Häuser von Pleushütte geben mehr Auskunft.
Die frühere Existenzgrundlage vieler Einwohner war die Agrarwirtschaft. Viele Wiesen für die Kühe waren oberhalb von Einruhr Richtung dem oberen Ort Wollseifen. Die Jugend musste teilweise die Kühe hüten. Somit bekam man Kontakt zu der Jugend in Wollseifen, die wiederum ihre Kühe genau oberhalb dieser Wiesen hüteten. Laut Lothar Schwedt provozierten sich die Jungen (wie überall in der Welt) mit Worten in ihren durchaus schon unterschiedlichen Dialekten.
Nach der Aufstockung des Sees sollte die neue Wirtschaftsgrundlage nun Tourismus sein. Durch die Aufstockung gingen Wiesen verloren und man liess die Wiesen oberhalb verwalden.

1958
In 1958 wird der bisherige Rursee erstmalig gestaut (Norbert Becker, 1988). Rurhöhe 1958: 281,00 m NN. Ca. 7 m höher als 1938 mit 274,00 m NN


1959
Die Cremer-Mühle wird an den Wasserverband Schwammenauel verkauft und anschliessend abgerissen. Sie liegt heute im Rur-See.
Die Cremer-Mühle gehörte immer den Vorfahren Cremer. Der Mühlengraben kam von der Erkensruhr. Häuser, die tiefer als der Graben lagen, konnten sich Wasser durch Rohre oder gemauerte Schächte / Steinplatten fürs Waschen und Viehtränken abnehmen.
Eine Mühlenverordnung von 28.10.1810 legte die Bezahlung fürs Getreidemahlen in Mühlen fest: Es waren "Moltern". Das war eine bestimmte Menge des zu mahlenden Korns. Erst nach 1945 wurde nur noch mit Geld bezahlt.


1960er



1960er
Die Rurtalsperre ist fertig. Einruhr ist auf Tourismus eingestellt. Restaurant. Postkarten.



1965 ca. Einruhr nach der Flutung des Obersees. Foto von Erich Justra (Geb. 18.01.1925 im Sudetenland).
10.08.2013 Foto an B.T. übereignet.




1965 ca. Einruhr nach der Flutung des Obersees. Foto sehr wahrscheinlich von Erich Justra (Geb. 18.01.1925 im Sudetenland).
In Buch Dorfformen
1971 von Justinus. S.109. - Archiv Bernhard Stein.


1970 ca.

1970 ca. Einruhr nach der Flutung des Obersees. Foto von Erich Justra (Geb. 18.01.1925 im Sudetenland).
10.08.2013 Foto an B.T. übereignet.

1972
Auflösung der amtsfreien Gemeinde Dreiborn. Simmerath übernimmt die Verwaltung.

10.1988
Einruhr und Erkensruhr bekommen offiziell die Anerkennung als Erholungsort.

16.-18.09.1988
Einruhr-Feier "30 Jahre Dorf am See". Festzeitschrift als Broschüre. Vom Bauerndorf zum Fremdenverkehrs- und Erholungsort..




2000-2050
Geschichte von Einruhr. Chronik von Einruhr.



1960 ?? von Wollseifenberge

2006 Februar
Außer dieser Website gibt es noch keine "Geschichte / Historie von Einruhr" im Netz / Web und auch noch kein Buch. Mitglieder des Geschichtsvereins arbeiten daran....
B.T. 30.07.2015 B.T. ist nicht bekannt, dass es inzwischen ein Buch gibt.


16.02.2007


Einruhr nachts 16.02.2007
Foto: B.T.


2007
2007. Das neue Naturerlebnisbad in Einruhr.
Foto: Jochen Berners.

16.06.2007
Neueröffnung des Gemeindebades Einruhr mit einem Fest für Jedermann inklusive PRESSE

Die Dorfgemeinde Einruhr präsentiert sich als eine äußerst aktive Gemeinschaft, die einmal mehr unter Beweis stellt, daß der so oft missbrauchte Ausspruch "Nichts ist unmöglich!" einen tieferen Sinn beherbergt. Einruhr liegt geografisch mitten im Drei-Städte-Eck Schleiden-Gemünd-Monschau am Obersee. Das Herz der Bewohner schlägt für diesen See, dessen Ufer die natürliche Ausdehnungsgrenze bildet. Dem Gemeindebad Einruhr drohte vor zwei Jahren die Schließung wegen Verfalls & gravierender Mängel. Daraufhin gründete sich der Verein Naturerlebnisbad Einruhr unter Vorsitz von Christian Poschen, Bernhard Pauls und Heribert Linscheid. Man begann, die Dinge buchstäblich in die eigenen Hände zu nehmen und mittels Manneskraft und Gemeinsinn für seine Ideen einzustehen.

Es wurde beschlossen, das Naturerlebnisbad umzugestalten und mittels eines biologischen Klärsystems auf den neuesten Stand zu bringen. Dieses neuartige System  bereitet das Wasser ohne jegliche chemische Zusätze auf, so dass der See, der ein wichtiges Trinkwasserreservoir dieser Region darstellt, nicht belastet wird. Die Kosten des Umbaus, der mit ca. 500.000 € zu veranschlagen war, teilten sich Gemeinde Simmerath, welche den Materialaufwand sowie die Ausgaben für den erforderlichen Tiefbau übernahmen  und der Verein, der bisher ca 4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden investierte, nicht gerechnet den Aufwand für Planung und Organisation. Der Verein ließ seiner Fantasie freien Lauf und erstellte mit viel Liebe ein völlig neues Gelände. Zwischen Freitag-Nachmittag und Samstag-Abend traf man sich nun auf der Baustelle zum meist fröhlichen, manchmal auf wetterabhängig nassem Miteinander. Oma und Opa, Mutter und Vater, Freund und Kind, jeder war willkommen und half mit. Und die flüssige oder auch feste Nahrung, die von den Ehefrauen der schwer arbeitenden Männer gereicht wurde, fand reißenden Absatz. Selbst viele Heranwachsende, die der Jugendfeuerwehr oder dem Sportverein angehören, ließen sich mitreißen. Soviel kommunales Engagement ist enorm. Die Leute brachten ihr eigenes, oft sehr wertvolles Werkzeug & Equipment mit, vom Bagger bis zur Hilti. Am 27.05.2007 wurden erstmalig die Becken mit Seewasser geflutet und von der Jugend einer gewissenhaften Belastungsprobe unterzogen. Eine Website ist geplant. Am 16.06.07 kommt Presse, Funk und Fernsehen.

31.12.2007 in Einruhr
Hauptwohnung: 620
Nebenwohnung: 78
Gesamt: 698 Menschen

26.03.2008
Im Heilsteinhaus fand eine Versammlung Wiedergründung zur mit den ortsansässigen Vereinen zum Ortskartell (Schriftlicher Zusammenschluss der sonst unabhängigen Vereine) statt (24 Pers.). Anschließend gab es eine Besprechung zur Planung eines Jubiläums "50 Jahre Dorf am See" im Herbst ??.??.2008  (30 Pers.). Das nächste Treffen dazu ist am Di., 08.04.2008, 20 Uhr im Heilstein (Bürger) -Haus (Tourist Info).

11.06.2008
Inhaberin Guida Bach erzählt uns vom Hotel-Café "Im Fachwerkhof" und "Jaegersweiler". www.fachwerkhof.de

20.+21.09.2008 Einruhr feiert 50 Jahre "Dorf am See". Golddorf. Pflaumenfest.
Die ca. 630 Einwohner feierten alles zusammen. Einruhr wurde zum Golddorf im Kreiswettbewerb gekürt. Das berühmte jährliche Pflaumenfest wird gefeiert. Früher war Einruhr bekannt für seine Pflaumenernte. Sonntagmittag schon gab es die letzten Stücke des heißbegehrten Pflaumenkuchens. Ca. 1957-59 wurde der Rursee neu aufgestaut und der Ort Pleushütte versank im See. An die Aussiedler erinnert nur noch eine Gedenktafel.
Ein schöner "Antik-Markt" ohne viel Kitsch und Handwerkermarkt (Schmied, Apfelsaftpresse). Zelt mit Bierstand. Kuchen- und Kaffeestände. Die Lichtbilderschau von Einruhr-Erkensruhr war leider nur am Samstag zu sehen.
Bernd T. aber traf den jungen Mann Thomas Schütt. Er erzählte mir, dass sein Vater und er in aufwendigen Wochen ca. 900 Dias von Einruhr im März 2007 eingescannt haben, weil sein Vater Bernd Schütt und er die Jubiläumspräsentation des 40-jährigen Bestehens des Sportvereins Einruhr-Erkensruhr am 05.08.2007 übernommen hatten. Dieses ist zunächst als doppelter Vorteil zu sehen: Die Dias sind kopiert und damit vorläufig vor Verlust geschützt. Der junge Mann Thomas (geboren in Einruhr) interessiert sich auch für die Geschichte des Ortes.
B.T. hat ihn gebeten, für die Geschichte auf dieser Seite einige alte Fotos zur Verfügung zu stellen.

14.10.2008
Artikel In SPIEGEL-Online von Einruhr. Ferdinand Philipp Keuter = Autor (aus Gressenich, Geb. 1937)
13 Bilder und Dokument "Die Rurtalsperre Untergang für die Auferstehung 1952-2008".www.einestages.de in Suche Keuter eingeben oder Einruhr oder Wiedertäufer.
Am 09.03.2012 informierte mich Ferdinand Philipp Keuter freundlicherweise über seinen Artikel über Einrur:
http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2794/untergang_fuer_die_auferstehung.html


20.02.2009 Weiberfastnacht
Patricia und Bernd aus Hammer wollten abends essen: Fahren ´mal nach Einruhr. Ich dachte, dass dort bestimmt die Kneipen voller Karnevalisten sitzen. Unsere Rundfahrt ergab, dass wir nicht eine einzige Gruppe von verkleideten "Wievern" im ganzen Dorf entdecken konnten. So landeten wir erstmalig im Zentrum im "Hotel, Restaurant-Cafe Alt Einruhr". Siehe Haus 11.

20.+21.09.2009 Handwerkermarkt in Einruhr

25.-26.04.2009
Klassentreffen der Jahrgänge 1935-1939 in Einruhr.
Organisation: Kunibert Förster (Am Kamp 7, 51515 Kürten,-Dürscheid. Te. 02207 34 96 ) und Klaus Hüpgen (Einruhr).

2010.12.31
Einwohner Einruhr: 589 Erstwohnung. 65 Zweitwohnung. 654 Gesamt.


13.01.2011 Hochwasser in der EIFEL

13.01.2011 Die Erkensruhr fließt bei Einruhr in die Rur. Nachdem sich beide Flüsse vereint haben, fließen sie als "Eine Ruhr" zusammen in den Rursee. Bekanntlich hat Einruhr sein "h" davon ! - Hier kommen Kanufahrer auf der Erkensruhr runter. Foto B.T.


2011.12.31
Einwohner Einruhr: 580 Erstwohnung. 67 Zweitwohnung. 647 Gesamt.


21.04.2012
Die Jahrgänge 1935-39 Treffen sich wieder - alle drei Jahre - im Eifelhaus in Einruhr. Geschätzt leben noch ca. 20 Personen. Dieses sind die Volksschüler, die bei Herrn Dr. Peter Hilden unterrichtet wurden.






Einruhr im Winter am 01.02.2012. Fotos B.T.



2015.04. Einruhr vom Eifelsteig her. - Foto Patricia Govers-Tesch.



2015
Die Häuser in vielen Eifel-Dörfern hatten ab ca. 1794 bis zur Verwaltungsreform 1972 nur einfache Hausnummern. Die Adresse beinhaltete also nur den Ort und die Haus-Nummer, nicht aber die Strasse.
Mehr dazu bei meiner Untersuchung und Gegenüberstellung mit den heutigen Häusern und Menschen im Ort Hammer:

www.hammer-eifel.de/Hammer-Online-Haueser01-34/Hammer-Haus01Haus34Neuste.htm


Wer auch immer von den Lesern eine alte Haus-Nummer eines Hauses in Einruhr hat und dazu auch Fotos besitzt, möge mich bitte informieren und diese der Allgemeinheit für die Geschichte zur Verfügung stellen.



Die Geschichte der Häuser 01-73 in Einruhr von Beginn bis heute

1954
1954: Einruhr. Haus 01-73. Inklusive einem grossen Teil der Häuser vom Pleushütte links unten. - Gemeindearchiv Simmerath. Bestand Karten und Pläne. Nr. 15/5. - 16.07.2015 Gefunden vom Archiv Dr. Bernd Läufer für B.T.

Einruhr
(= Alle Haeuser 01-73): http://www.hammer-eifel.de/Einruhr/Einruhr-Haueser-Alle-01-73.html




1954

1954: Karten-Entwurf vor der Aufstockung von 1954 mit Pleushütte. Ausschnitt aus einem Architektenplan (siehe Einruhr)
16.07.2015 Dr. Bernd Läufer vom Gemeinde-Archiv Simmerath findet diese Gesamtkarte in Bestand Karten und Pläne. Nr. M15/5.




Literatur zu Einruhr:

Alle Haeuser 01-73: Einruhr-Hauesernamen im Dialekt   
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 04.10.2015. Beitrag hier eingestellt.

S
auermühle und Heilsteinquelle:
https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5348&authkey=!AMRiaROlqHcJUhg&ithint=file%2cdoc
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 04.10.2015. Beitrag hier eingestellt.

Einruhr: https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5368&authkey=!ANhQZ0LiiuEZOV0&ithint=file%2cdoc
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 26.10.2015. Beitrag hier eingestellt.

Entstehungsgeschichte von Einruhr
:
http://www.myheimat.de/simmerath/kultur/die-entstehungsgeschichte-von-einruhr-von-klaus-wilhelm-von-ameln-d2355994.html
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 31.10.2015. Beitrag hier eingestellt.
B.T. 11.09.2015 Erstmalig gefunden. Die mir bekannte ausführlichste Untersuchung bisher.


Heerzug König Karls VI. von Frankreich durch Einruhr:

https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5383&authkey=!AFpWbGpBtQa8Nj8&ithint=file%2cDOC
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 06.11.2011 Beitrag hier eingestellt.

Die Göttin Rura:
https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5385&authkey=!ABeio4eSihl-kSo&ithint=file%2cdoc
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 06.11.2011 Beitrag hier eingestellt.

Wie kam Einruhr zum St. Nikolaus-Patronat:
https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5384&authkey=!AIo_VItHGG1pLV8&ithint=file%2cDOC
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 06.11.2011 Beitrag hier eingestellt.

Hatten die Pfaffen vom Walberhof in Einruhr eine Kapelle:
https://onedrive.live.com/redir?resid=7CDF98481F41EAE!5386&authkey=!AN6qt1c5nNGwPVo&ithint=file%2cDOC
Ein Beitrag von Klaus Wilhelm von Ameln. 06.11.2011 Beitrag hier eingestellt.

Franz Becker (geb. 27.11.1899, geboren und wohnte in Einruhr, war Bürgermeister):
Notizen und Daten aus der Pfarrei Einruhr-Pleushütte.
Oder: Ein Lebensalter in der Pfarrei Einruhr-Pleushütte um die Jahrhundertwende. 48 S. 16 SW-Fotos. 1 Kartenskizze. Autor und Herausgeber Franz Becker. Die Broschüre wurde wohl bis 1978 geschrieben.
B.T.: In der Broschüre werden die großen Umänderungen auf allen Gebieten des Lebens wie sie im Raume Einruhr von ca. 1900-1978 stattgefunden haben, beschrieben. Durch Nachfragen bei der älteren Generation sind aber auch ältere Vorgänge noch dokumentiert.

Franz Becker (geb. 27.11.1899, geboren und wohnte in Einruhr, war Bürgermeister):
Heft "Notizen der Pfarrei Einruhr Pleushütte 2".Herstellung Weiss -Druck Monschau Imgenbroich
Frau Nellessen besitzt das. Petra Voss informierte mich darüber 10.08.2015

Berghes, Carl von de
Eine Broschüre "Skizzen über Monschau und das Monschauer Land vor neunzig Jahren (1846) ". Mit kleinen Beiträgen auch zu Imgenbroich. Höfen. Kalterherberg. Konzen. Monjoie. Mützenich. Pleushütte. Roetgen. Tuchfabriken generell. Zweifall. Geschrieben wohl 1846. Neu herausgegeben vom Geschichtsverein des Kreises Monschau 1954. Ein Original befindet sich im Monschauer Archiv. Karl Schütt hat das überarbeitet. Bezug in A 5 mit 66 Seiten von Karl Schütt. Hoarstatt 4. 52156 Monschau-Mützenich. Tel: 02472/4994.




Justra, Erich (Geb. 25.01.1925 im Sudetenland).
Die EIFEL im Farbbild. Ziethen-Verlag. ISBN 3-929932-78-4. Jahr 19??. Es gab mehrere Auflagen mit unterschiedlichen Titelbildern.

Schumacher, Raimund
Broschüre: 60 Jahre Eifelverein: 1925-1985, OG Einruhr-Erkensruhr. Hierdrin hat der frühere Einruhr-Lehrer (1953-56) Raimund Schumacher zwei Aufsätze in hervorragendem Kurzstil geschrieben: "60 Jahre Eifelvereinsortsgruppe Einruhr / Erkensruhr. Versuche einer Rückschau". Und : "Einruhr. Historischer Rückblick und zuversichtliche Vorausschau".

Schumacher, Raimund
Einruhr 30 Jahre Dorf am See 1958-1988.
Vermutlich 1988. Herausgeber: Orts- und Verkehrsverein Einruhr. Zusammengestellt von Norbert Becker, Simmerath-Einruhr.

Wasserverband Schwammenauel
. Rurtalsperre Schwammenauel 1934-1959. Broschüre. Herausgeber Wasserverband Schwammenauel





Dokumentation. Mitarbeit. Dank.
05.02.2006 Gisela Cremer (geb. in Pleushütte 18.07.1937) und Erich Cremer gehören wohl zu den letzten Menschen von Pleushütte, die oberhalb des versunkenen Dorfes noch wohnen. Bei einem Besuch erzählten sie mir, dass man früher in Pleushütte nur noch die Grundmauern des Gebäudes "Pleushütte-Hammers" innerhalb eines Bauerngehöftes sehen konnte. Irgendwann soll der Besitzer des Gebäudes "Pleushütte-Hammers" nach Düren gegangen sein. Danach wurde der Platz frei für Bauerngehöfte. Datum unbekannt.

05.03.2006 Viele der oberen Informationen stammen aus der Broschüre: 60 Jahre Eifelverein: 1925-1985, OG Einruhr-Erkensruhr. Hierdrin hat der frühere Einruhr-Lehrer (1953-56) Raimund Schumacher zwei Aufsätze in hervorragendem Kurzstil geschrieben: "60 Jahre Eifelvereinsortsgruppe Einruhr / Erkensruhr. Versuche einer Rückschau". Und : "Einruhr. Historischer Rückblick und zuversichtliche Vorausschau". Viele Angaben oben sind von Raimund Schumacher mit seiner Genehmigung übernommen.



Emil Cremer (78) in seinem Fachwerkhaus in Einruhr. Foto B.T. 2006

14.05.2006 Dank an Emil Cremer (78) in Einruhr, letzter Mühlenbesitzer in Einruhr. Er verkaufte die Mühle an den Wasserverband Schwammenauel ca. 1957-59. Er hat handschriftlich ein ca. 60-seitiges Manuskript über die Historie von Einruhr geschrieben. Dieses müsste Frau Elke Müller vom Ortsverein besitzen. Veröffentlicht ist das - laut Emil Cremer (78) - noch nicht. Bekam dieses Manuskript.
27.06.2015 In Einruhr lernte ich die Schwägerin von Emil Kremer, Brigitte Cremer, kennen. Ich erfuhr, dass es noch alte Alben gibt. Und auf dem Dachboden noch ungesichtete Unterlagen sind. Die Dame bot B.T. auf Nachfrage an, die Alben einzusehen.
13.07.2015 Ein sehr nettes Tel. mit Leo Cremer (Sohn von Emil Cremer verheiratte mit Brigitte) in Einruhr (Altes Haus 46?. ). Hochbeschäftigt. Gespräch möglich um Weihnachten 2015.
Infos müßten noch Gisela Cremer (auch Geb. Cremer, (77 in 2015) und Mann ? Cremer (83 in 2015) haben.

18.05.2006 Das handgeschriebene Manuskript von Emil Cremer besteht aus den Teilen "Chronik von Einruhr", eine historisch interessante Abhandlung über die Landwirtschaft - und insbesondere eine über "das Getreide vom Sähen bis zum Dreschen" - und "Kriegserlebnisse während und nach dem 2. Weltkrieg". Daraus sind einige wichtige Daten / Zusammenhänge oben entnommen.
Frau Müller, Geschäftsführerin des Geschichtsvereins von Einruhr, besitzt das unveröffentlichte Original. B. T. hat Kopie.

18.05.2006 Laut Frau Elke Müller "arbeiten" einige Mitglieder an einer bisher weder im Internet noch als Buch existierenden Chronik von Einruhr schon länger.

18.05.2006 Ich hatte die grosse Freude, den pensionierten Lehrer Raimund Schumacher in Einruhr (77) zu finden und ihm für seine Aufsätze über Einruhr zu danken. Auch er erzählte mir, dass die Elterngeneration noch "Einroer" schrieb, er schließlich "Einrur" und später - nach dem Verwechslungen mit der großen Rur bei Duisburg vorkamen - man sich später auf "Einruhr" einigte. Vielleicht auch, weil die "Erkensruhr" hier in die "Rur" fließt und es jetzt ab hier nur noch "Eine Ruhr = Einruhr " gibt. Er will nach alten Unterlagen / Fotos suchen.

02.10.2006 Alfred Wolters von Dreiborn hat in seiner 16-seitigen Zusammenfassung von Dreiborn und den "Berger" = die Bewohner der Höhenorte um Dreiborn, einen wichtigen Beitrag geliefert. B.T. besitzt diese Unterlage.

03.12.2006 Kurzbesuch bei Frau Elke Müller, die mir einen hervorragenden Artikel über Einruhr von einem Amtmann Becker zeigte.

03.12.2006 Kurzbesuch bei Herrn Siegbert Heup. Vorsitzender von drei Vereinen. In seinem Büro hängt ein schönes Foto von Einruhr aus den 1950ern. Er versprach mir einige alte Fotos für diese website zu schicken. Aber hielt seine Zusage nicht. Und machte unwahre Unterstellungen, ich wolle das "Vermarkten".

03.12.2006 Frau Elke Müller schickte mir freundlicherweise die Kopie des hervorragenden Artikels über Einruhr von einem leider verstorbenen "Amtmann Becker". Ich vermute die Broschüre in A4 muss vom ex-Bürgermeister Franz Becker geschrieben worden sein. Sie wurde wegen Streitigkeiten unter den Dorfbewohnern leider bisher nie veröffentlicht.

27.01.2007, S. 23, Artikel in der Aachener Zeitung unter Lokales: "Ein Blick ins alte und neue Rurtal". In diesem war ein Bild von Einruhr aus den 20ern aus dem Archiv von Dr. Bernd Läufer. Diesen angeschrieben, mit der Bitte um einen Scan von dieser Seite.

23.01.2007 Die echten Einruhrer Willi und Ceclia Hüpgens von der Wilhelmshöhe in Einruhr stapften durch den Raureifwald abwärts am Fluss von der Sauermühle Richtung Einruhr. Sie stellten mir freundlicherweise noch am selben Tage eine Broschüre zur Verfügung, die es wohl nur in einer Auflage von ca. 80 für Freunde gegeben hat:
Franz Becker (geb. 27.11.1899, geboren und wohnte in Einruhr, war Bürgermeister):
Notizen und Daten aus der Pfarrei Einruhr-Pleushütte.

28.03.2008 Günter Hedderich
hat mir freundlicherweise eine Reihe von Details aus Einruhr mitgeteilt.

11.06.2008 Guida Bach
aus dem Hotel-Café "Im Fachwerkhof" in Einruhr erzählte uns ein wenig von der Geschichte des Hotels und von Jaegersweiler.
Das Haus "Im Fachwerkhof" soll langfristig meistbietend an einen solventen würdigen Nachfolger verkauft werden.

20.02.2009 Otto Berger
erzählt uns vom Haus "Alt Einruhr".

14.03.2009 Ein Rundbrief landete bei auch bei B.T. in Hammer im Briefkasten. Und bei Einruhrern auch per email:
Der Förderverein für Kultur und Heimatpflege e.V. bittet (nur) alle Bürger und ehemaligen Bürger von Einruhr, Pleushütte und Erkensruhr um Mitarbeit an der AKTUELLEN Erstellung einer Ortschronik der drei Orte. Durch Berichte, Fotos und Finanzmittel.
B.T.: Als ich zu Beginn 2006 begann, Daten / Infos / Bilder / Berichte zu der Historie dieser Ortsteile zu sammeln, wurde mir schon damals vom Vorsitzenden Siegbert Heup (1941) gesagt, man arbeite "aktuell" an einer Ortschronik. Leider konnte mir bis heute niemand genau sagen, wer genau das war. Am 18.02.2012 konnte mir niemand in Einruhr bisher sagen, was aus dem Buch geworden ist.

   Am 05.08.2015 besuchte ich Karl-Heinz Breuer (Geb.15.09.1934 in Einruhr. Aktiver Harley-Motorradfahrer. Reiki Meister und Lehrer. Er sollte wissen, wo eine Frau Gerda Wollgarten (Geb. in Pleushütte) wohnt. Im interessanten Gespräch erfuhr ich, dass Karl-Heinz 3 Jahre in Europa auf der Walz war. Und er noch das "Walznachweisbuch" besitzt. So "nebenbei" erfuhr ich dann, dass er mit Klaus Wilhelm Ameln (Strauch) ein ca. 300 Seiten (A5)-Buch über Einruhr geschrieben hat. Klaus von Ameln hat das wohl geschrieben und die Recherchen in Archiven gemacht, während Karl-Heinz "sein Wissen" zur Verfügung gestellt hat. - Wie enorm groß das war und in 2015 ist, merkte ich dann im weiteren Gespräch. Da Karl-Heinz Dialekt spricht, wusste er auswendig, dass alle 73 Häuser in Einruhr (außer zwei) noch bestimmte Eigennamen haben. Da das Buch im Eigenverlag zu teuer geworden wäre, hat er das Projekt seit 3-4 Jahren ruhen lassen. Der Karton mit all den Unterlagen liess sich spontan nicht finden. Karl-Heinz hat mir versprochen, diesen zu suchen. Ich habe ihm zugesagt, nach einer Einsicht vorher, den Versuch zu machen, einen Verleger für ihn zu finden. K-H lieferte mir einzelne, erste Infos zu anderen Menschen und Häusern in Einruhr. - S.H. soll eine Dorfchronik fertig haben.

K-H Breuer (*15.09.1934 in Einruhr. +12.08.2015 in Hammer). Foto B.T. am 05.08.2015 in Einruhr.

12.08.2015 K-H. Breuer (81) besuchte mich mit seiner Harley. Er hatte alle seine Buch-Unterlagen mit angeschleppt. Das unveröffentlichte Buch. Autor: Klaus Wilhelm von Ameln. Eine gute Farbkopie von 185 Seiten in ca. DIN A5-Format (ab S. 120 die Neuzeit ab 15. Jh). Titel: Geschichte und Geschichten über das historische Land Überrur. Im Herzen des Nationalparks EIFEL. Eine collatio historicus. - Das ist das einzige Original, was noch existiert - laut K-H Breuer. Die Daten im PC sind mit der Festplatte vor einigen Jahren verschwunden. Ich habe K-H erneut angeboten, mit einer Kopie zu einem zu einem Verleger zu gehen. Und ihm geraten, möglichst schnell für eine Kopie zu sorgen. Er hat mir eine Kopie für meine Beratung versprochen.

2012
TV-WDR hat über Pleushütte berichtet. Es ging über die älteren Menschen von Pleushütte und was aus denen geworden ist. Film wurde bei Gisela Cremer und Erich Cremer gedreht. Klaus Hüpgen. Eifelverein Einruhr.

18.02.2012 Viktoria Müller erlaubt mir Einblick in die Broschüre "Ruscher Klapperjonge". Erinnerungen von Lothar Schwedt. Aachen. Germany. DIN A 4. 38 S. 25.-26.04.2009. 1. Auflage 5 Exemplare am 01.07.2009

18.02.2012 Telefonat mit Klaus Hüpgen in Einruhr. Er besitzt die 50 Dias, die Mitte der 1950 von Raimund Schumacher gemacht wurden. In Heimbach gibt es noch einen über 80-jährigen Mann, der SW-Luftfotos von Einruhr gemacht hat und besitzt. Klaus Hüpgen kennt ihn.

09.03.2012 Ferdinand Philipp Keuter informierte mich freundlicherweise über seinen Artikel über Einruhr:http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2794/untergang_fuer_die_auferstehung.html
Insbesondere die Fotos mit den zugehörigen Texten waren ein großer optischer Fortschritt für diese Seite.


2013

Erich Justar. 2013. Foto B.T.

10.08.2013 Nach ein paar Jahren fand ich endlich einen alten "Mann aus Heimbach", der noch Luftaufnahmen hat; mehr wußte ich leider nicht. Nach einem Tipp von Theo Kleinschmidt des Geschichstvereins Heimbach konnte ich Erich Justar. Dieser war am Geb. 25.01.1925 im Sudetenland geboren. In 1943 mit 18 Jahren einberufen. Später vertrieben aus dem Sudetenland. - Erich Justra (in 2013  88 Jahre und geistig und körperlich fit) hatte in Hasenfeld (bei Heimbach / EIFEL) einen Postkarten-Verlag. In 1964 hat er bewußt Flüge unternommen, um Luftaufnahmen von den touristisch interessanten Gebieten zu machen. Jedes Foto musste davon musste vorher genehmigt werden. Später hat er diese auch in Eifel-Büchern mit allerersten Farbfotos veröffentlicht. - Freundlicherweise übergab er mir fünf Fotos von Einruhr und Pleushütte in ausgezeichneter Qualität. Leider liessen sich die genauen Foto-Daten nicht mehr ermitteln.

04.06.2015 Petra und Toni Dohndorf getroffen. Sie suchen alte Fotos vom Fachwerkhaus früher (Haus  Nr 34) heute Wollseifener Str. 02 in Einruhr.
16.07.2015 Erstmalig Gerda und Wolfgang Kerstein (Haus 42, Rurstrasse) besucht. Haben altes Album mit Fotos der Haus-Ruine von 1999.
16.07.2015 Dr. Bernd Läufer vom Gemeinde-Archiv Simmerath findet einen Karten-Entwurf vor der Aufstockung von 1954 mit Pleushütte für B.T.. Bestand Karten und Pläne. Nr. M15/5.
20.07.2015 von Bernhard Stein (Kalterherberg) vom Archiv Monschauer Geschichtsvereing findet für B.T.:. Buch Dorfformen von Justinus Bendermacher.1971 mit Einruhr und Pleushütte.
12.08.2015 Fritz Bexten war Postbote. Hans Schurz (86).



Klara Löhrer (Geb. 1932 als Klara Pleuß in Einruhr) war mit 83 Jahren ein "Feuerwerk" von Information. Über Personen und Zusammenhänge in Einruhr, aber insbesondere in Pleushütte. Sie bestätigte mir in einer bereits bestehenden Liste Namen von Bewohnern und Häusern von Pleushütte. Der Clou war, dass sie die Menschen den verschiedenen Hausnummern zuordnen konnte. Klara wusste oft ausserdem die Namen der Verwandten. Mit 83 Jahren gab sie in einer gemeinsamen Maraton-Sitzung mit B.T. von vier Stunden am 07.08.2015 in Mausbach freundlicherweise ihr Wissen bekannt. Sie bewies ein fantastisches Gedächtnis, denn sie war "nur in ihrer Jugend in Pleushütte" zum Spielen und hatte mit 14 Jahren in 1956 Einruhr verlassen. Foto B.T. am 07.08.2015.

Es gibt also noch viel zu tun ! Ich freue mich über jeden Beitrag und Baustein. Wesentliche Beiträge werden selbstverständlich mit Namen versehen.

Bitte bei Bernd Tesch melden, wer hier etwas hinzufügen könnte.
Detailseite der website: www.hammer-eifel.de von
Copyright: B
ernd Tesch





2015 Example for new blogs..